Während ich falle ...
"...
Ich sehe eine Eislandschaft und Schnee und kalten Sturm, gegen den ich
ankämpfe. Er ist eiskalt. ... Schräger Weise sehe ich einen
Elefanten. Der Arme passt überhaupt nicht hierher. Er muss
sich die Füße verkühlen. Ich frage ob er sicher
ist dass er hier richtig ist. Er sagt ich soll's hier einfach annehmen
können. Er meint ein Eisbär wird mich hier kaum rausholen,
weil er ja hier lebt. Und auch nicht friert. ...
Er ist einfach nur für mich da. ...
Es
ist schon viel wärmer um mich herum und friedlich, so ruhig
irgendwie. Ich möchte auch nur meine Ruhe haben. Nicht immer
überlegen: was wird morgen sein....
Ich merke so die Wut und was mir wichtig ist mit dem ich mich beschäftigen möchte.
Elefant
kann alles aufnehmen, ich muß mir keinen Sorgen machen das es ihm
zu viel wird mit mir. ... Der Elefant ist da obwohls nicht seine Gegend
ist. Wegen mir ist er da.
... Elefant sagt, ich brauch nicht nachdenken was ich machen soll - nur
spüren, auf meinen Körper hören - der Kopf kann's mir
nicht sagen.
Während ich falle merke ich, dass ich fliegen
könnte, ohne dem Ding das mich da runterzieht. Ohne dem Ding
könnte ich endlos fallen, fliegen ...
also ... ja ... was mich da
runterzieht sind mein Ego und mein Stolz, die hängen wie zwei
Steinmasken an mir. Wenn ich sie aufsetze sind sie kalt und hart, ich
kann mein Gesicht nicht bewegen. Die Masken sind urschwer, selbst wenn
ich sie runternehme hängen sie an mir.
Ich muss mich von denen befreien. Sie sind wie Masken, halt aufgesetzt.
Ich hab das Gefühl ich kann's nicht bestimmen, aber das kann nicht sein.
Ich
nehm beide und hau sie mit aller Kraft gegen den Berg und sie
zerspringen in tausend Stücke. Ich flieg plötzlich nach oben.
Geht ganz leicht. ...
Jetzt bin ich wieder am Boden und stehe dem
Elefanten gegenüber, der im Sitzen größer ist als im
Stehen. Ich frag ihn was da passiert ist. Er sagt, ich muss es nicht
benennen, wichtig ist nur, dass es passiert ist.
Jetzt sitzen
wir in einer Landschaft auf einer Wiese mit Blumen. Da sind auch andere
Leute, Kinder, Erwachsene, Familien, die laufen und spielen.
Ich merke, ich bin noch immer erschöpft und erledigt.
Elefant
liegt neben mir. ... Wir sind halb im Einschlafen. Ich frag nach seinem
Namen: Pepino, wie in meiner Kindheit ein Pferd, das Pepino
geheißen hat. ... "
Imaginationsreise 2006 - Auszug mit Genehmigung der Reisenden veröffentlicht